Schiffe versenken :)

Schiffe versenken :)


Stadt Peine / „Schiffe versenken“ auf der Bühne

IGS-Schüler proben ihr eigenes Theaterstück

Theater als Unterrichtsfach? Das gibt’s seit Anfang des Schuljahres an der IGS Peine in Vöhrum. Am 13. Juni gibt es zwei selbst erarbeitete Stücke zu sehen: In einem, „Schiffe versenken“, geht es um die Sinnsuche im Leben. Ob Golf spielen oder Wiedergeburt – was zur Selbstfindung führt, ist unterschiedlich. Dies arbeiten die Darsteller in ihrem Schauspiel „Schiffe versenken“ sehr gut heraus.

Vöhrum.

Die Oberstufen-Kurse Darstellendes Spiel der IGS in Vöhrum vertreten nicht nur den Kreis Peine bei der Schultheaterwoche in Braunschweig. Sie zeigen ihre Stücke auch beim Theatertag der IGS am Mittwoch, 13. Juni, ab 18 Uhr.

Ergebnis sind zwei selbst verfasste Stücke.

Während der zwölfte Jahrgang 2019 der erste an der IGS sein wird, der Darstellendes Spiel als sogenanntes P5-Prüfungsfach bei der Abiturprüfung absolviert, haben die Schüler des 13. Jahrgangs dieses als Seminarfach belegt. Ergebnis beider Kurse unter Leitung von Agnes Koller sind zwei selbst verfasste Stücke.

Unter dem Oberthema Identität erarbeiteten sich die Kursteilnehmer ihr Stück „Schiffe versenken“ selbst. Sie schrieben das Drehbuch, entwickelten Ideen zur Umsetzung und feilten an den Texten. Herausgekommen ist ein sehr vielschichtiges Schauspiel für zwölf Akteure zur Sinnsuche im Leben.

Bedrückend und düster, aber nie hoffnungslos

Teils bedrückend, teils düster, aber nie hoffnungslos, versuchen die Darsteller in 45 Minuten Fragen nach dem Ich, nach Daseinsberechtigung und Lebensentwürfen zu beantworten. Gut durchdachte und teils überraschende stilistische Mittel machen das Stück zu etwas Besonderem.

Videoeinspielungen, dosiert eingesetzte Musik und eine großartige Tanzeinlage lassen das zwölfköpfige Ensemble glänzen. Das Spiel mit und aus dem Publikum ist modern und hallt lange nach. Besonderer Höhepunkt der Vorbereitung war für den Kurs die mehrtägige Theaterfahrt nach Sievershausen.

„Haben Grenzen ausgelotet“

„Wir haben Grenzen ausgelotet, teilweise viel mehr gearbeitet als es in der Schule möglich wäre und haben bei alledem fokussiert und sehr kreativ gearbeitet“, so Koller. Nun sind sie und ihre Schüler auf die Resonanz des Publikums gespannt.

Kollers Kollege und didaktischer Leiter der Schule, Andreas Hellmann, ist vom Ergebnis des Unterrichts beeindruckt und lobt vor allem den Weg dorthin. „Der Prozess der Entstehung des Stücks ist ganz wichtig. Hier findet wirklich Persönlichkeitsbildung statt“, schwärmt er.

Eine Bereicherung für die Schule

Der neue Schwerpunkt Darstellendes Spiel sei eine Bereicherung für die gesamte Schule. In verschieden Wahlfächern werde den Schülern schon weit vor einer möglichen Abiturphase diese Art Unterricht angeboten, so Hellmann.