Lesung der Eichmann Protokolle

Lesung der Eichmann Protokolle

Der Inbegriff des Schreibtischtäters: Adolf Eichmann (1906-1962), SS-Obersturmbannführer, zentrale Figur bei der Organisation der Judenvernichtung, 1960 nach Israel entführt und dort zwei Jahre später hingerichtet. Die Szenische Lesung der hannoverschen Kammerspiele zeigt Auszüge aus den Verhörprotokollen: Rechtfertigungen eines Mannes, der jegliche Verantwortung von sich weist – Prototyp einer Untertanenmentalität, die mit dem Dritten Reich keineswegs ausgestorben ist. Im Mittelpunkt der mobilen Produktion steht die Aufführung in Schulen. Bühnenbild und Requisite spielen keine wesentliche Rolle, das ebenso eindringliche wie ungeheuerliche Textmaterial sprichtfür sich. Die Inszenierung macht historische Zusammenhänge deutlich und stellt zugleich die Frage nach dem Heute.  
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